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Champions League, Saison 13/14, 26.11.2013

 

SCFC Steaua Bucuresti - FC Schalke 04

0:0

Bukarest, Arena Nationala (20.000 Zuschauer)

Eine halbe Stunde vor Kickoff standen wir dann schließlich vor der Arena Națională. Damit konnten wir unseren Plan als umgesetzt betrachten. Bei einem weiteren Vorhaben scheiterten wir allerdings kläglich. Sämtliche am Körper versteckten Bierdosen wurden von der Securitate aufgespürt und auch etliche Feuerzeuge fanden nicht den Weg in die Arena (Standhaft bleiben, ihr kleinen Flammenwerfer!). Der erste Blick ins Stadioninnere war enttäuschend, maximale 20.000 Zuschauer, darunter ca. 1.500 Gäste waren anwesend. Der Neubau war dann doch nicht so schlecht wie erwartet. Die Ränge waren einigermaßen steil und die Bauweise kompakt. Einzig die vielen bunten Sitze störten. Der Gästeblock befand sich in einem der Oberrangblöcke und die Sicht war gut. Aber wozu braucht man eine gute Sicht, wenn auf dem Rasen nur ganz übles Rumgestocher dargeboten wird? Anfänglich herrschte noch ganz gute Stimmung im Block, aber mit zunehmender Spieldauer war dann mehr Frust statt Lust angesagt. So verquatschte man die meiste Zeit mit den Mazedoniern, die mit immerhin 25 Mann ausgereist waren. Leider mussten die Jungs direkt nach dem Schlusspfiff wieder den Rückweg antreten, was angesichts der Wetterverhältnisse kein leichtes Unterfangen war und höchsten Respekt verdiente. Nach einer akzeptablen Blocksperre ging es nach dem Spiel raus in den Schnee und mit den bereit gestellten Bussen zurück in die Stadt. Da die meisten am nächsten Tag zurückflogen, verteilte sich ein ganz ordentlicher Haufen in den zahlreichen Kneipen und Restaurants in der Altstadt. Die Partycrew haute irgendwann ab und ich verpasste dank der schönsten Frauen von Gelsenkirchen den Absprung. Irgendwann landeten wir in einem Club, schwangen noch ein bisschen das Tanzbein und als der Laden dann dicht machte, eierten wir für den finalen Humpen in den Oktoberfest-Pub. Jener wurde vor dem Spiel von UGE als zentraler Treffpunkt ausgerufen und komischerweise, war gar keiner mehr da. Dachten wir zumindest. In dem Laden war genaugenommen gar nix mehr los und als wir uns gerade den letzten Schluck in die Kehle kippten, wurden die Türen zu einem der hinteren Räume aufgestoßen und heraus stürmten ca. 20 sangesfreudige GEstalten. So wurde das zu Bettgehen noch weiter nach hinten geschoben und noch ein bisschen weiter geballert. Um halb acht war ich dann endlich in meinem Hotel. Aber bevor die blauweißen Äugelein geschlossen werden konnten, musste noch eine wichtige Entscheidung getroffen werden. Und das in einem Zustand, wo man eh nix mehr trifft, schon gar keine wichtige Entscheidung. Rapid Bukarest sollte um 17:00 Uhr (also in schlappen neun Stunden) noch ein Match bestreiten. Der Stadionbesuch wäre dann allerdings mit der Nachtzugfahrt nach Sofia verbunden gewesen. Angesichts der Wetterverhältnisse sowie einer garantierten Spielabsage und der Unlust noch einen ganzen Tag in Bukarest rumzulungern, wählte ich die Variante, Bukarest schon am Mittag zu verlassen und nach Übernachtung in Russe am nächsten weiter nach Sofia zu fahren.

 
 
 
 

Tageskilometer:                             

Saisonkilometer:                    

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